Vor ein paar Tagen haben wir euch unser schönes Hotel in Boltenhagen vorgestellt und schon ganz kurz anklingen lassen, wie schön wir es in Boltenhagen fanden und dass wir ziemlich viel gemacht haben. Was genau wir alles im Ostseebad Boltenhagen gesehen und erlebt haben, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Der Strand und die Steilküste

Das Ostseebad Boltenhagen verfügt über einen sehr schönen, feinsandigen Strand, der in der Badesaison auch von DLRG-Stationen aus bewacht wird. Der Wassereinstieg ist recht flach, so dass man auch mit Kindern ein Stück weit ins Wasser gehen kann, ohne dass man Angst haben muss, dass sie gleich von einer Welle ins Wasser geworfen werden. Das Badewasser weist in Boltenhagen eine hohe Qualität auf, wie regelmäßige Tests belegen. Der Boltenhagener Strand ist also ziemlich familienfreundlich.

Strand und Seebrücke Boltenhagen

Was uns aber darüber hinaus sehr gut gefallen hat, ist die angenehm zurückhaltende Bebauung in Strandnähe. Hinter dem Strand liegt ein kleiner Dünenabschnitt, der auch mit Bäumen bewachsen ist. Erst dahinter verläuft dann die Strandpromenade, an die sich hauptsächlich schöne alte Bäderhäuser und kleine Villen schmiegen. Die Bebauungsvorschriften sehen vor, dass kein Haus höher sein darf als die Baumwipfel. Der tolle Effekt davon ist, dass vom Strand aus fast keine Häuser zu sehen sind – vor allen Dingen keine aufdringlichen oder hässlichen Hochhäuser. Insbesondere im östlichen Teil des Ortes gibt es zwar größere Kureinrichtungen und Kliniken, aber selbst diese sind nicht so ausufernd gebaut, dass sie vom Strand aus ins Auge fallen würden.

Bäderarchitektur Boltenhagen

An zentraler Stelle des Strandes führt die Seebrücke 290 Meter in die Ostsee hinein. Wir genießen es sehr, so einige Meter aufs Meer hinauszugehen, ob nun bei Sonne oder bei trübem Wetter. Denn ist es nicht herrlich, wenn einem an der Küste der Wind um die Nase weht und man sich einmal so richtig durchpusten lässt?

Im Westen von Boltenhagen geht der Strand in eine Steilküste über, die uns sehr als „Hintergrundtapete“ beim Strandaufenthalt gefallen hat. Bei der Steilküste selbst muss man sich entscheiden: Oben oder unten? Geht man unten am Wasser entlang, gilt es einige Felsbrocken, umgestürzte Bäume und andere Hindernisse zu überwinden. Was könnte Kinder besser bei einem Spaziergang motivieren, als wenn sie alle paar Meter etwas Interessantes finden, das sie einstecken oder ins Meer werfen können? Geht man hingegen oben an der Steilküste entlang, wird man mit viel Ruhe und einem schönen Blick auf die Ostsee oder auf die landeinwärts gelegenen Felder belohnt.

Buhne Boltenhagen

Shopping in Boltenhagen

Da der Tourismus für Boltenhagen eine große Rolle spielt, sind die im Ort vorhandenen Geschäfte, Restaurants und Cafés natürlich auch vor allem für Touristen ausgelegt. Dennoch gibt es hier auch viele kleinere inhabergeführte Lädchen, in denen man gemütlich stöbern kann.

Im Kurpark, nur wenige Meter von der Seebrücke entfernt, gibt es die kleinste Buchhandlung Deutschlands. Bei „Buch im Kurpark“ werdet ihr sicher nicht jedes Fachbuch im Regal finden, aber dafür könnt ihr beim Plausch mit der Betreiberfamilie bestimmt einen guten Buchtipp bekommen oder euch von der vorhandenen Auswahl inspirieren lassen.

Etwas versteckt findet ihr links neben dem Kurhaus z.B. die Schokoladenmanufaktur „My Choc“. Hier kann man sich aus seinen Wunschzutaten eine individuelle Schokoladentafel herstellen lassen oder aber einen Kakao aus geschmolzener Schokolade und Milchschaum genießen.

My Choc Boltenhagen

Cafés und Gastronomie-Neuheiten

Ganz in der Nähe befindet sich das Café Pralinchen. Wie der Name des Cafés schon vermuten lässt, gehören zum Sortiment des Cafés handgemachte Pralinen, die wirklich köstlich aussehen. Zudem gibt es eine große Auswahl an Torten und Kuchen, aber auch einige herzhafte Speisen. Wer sich hier für einen gemütlichen Kaffee oder Cappuccino niederlässt, kann auch gerne seine Kinder mitbringen, denn die Inhaberinnen sind kinderfreundlich und halten auch einige Spielsachen bereit.

Wenn ihr mal ohne Kinder unterwegs seid (z.B. weil sie gerne im Kinderclub des Dorfhotels bleiben wollten), können wir euch auch das Café Einraum empfehlen. Kaffee und Tee sind hier auch in besonderen (köstlichen) Sorten erhältlich. Das Kuchenangebot kann sich sehen lassen und es herrscht eine angenehm moderne und entspannte Atmosphäre. Dafür hat das Café, wie der Name schon sagt, nur einen Raum. Wenn es regnet und die Außenplätze nicht attraktiv sind, könnte es drinnen also eng werden mit den Plätzen.

In Kürze wird Boltenhagen mit dem Café Lindquist zudem ein neues, sehr interessantes Café eröffnen. Hier wird es – direkt hinter dem Deich – skandinavische Spezialitäten geben. Für uns ein weiterer Grund, bald wieder nach Boltenhagen zu kommen!

Wirklich was besonderes: Das Buddelschiffmuseum

Uns als Nordlichtern war gar nicht bewusst, dass man Buddelschiffe vielleicht auch nicht kennen könnte. Aber da uns in unserem Freundeskreis gleich mehrmals die Frage entgegenkam, was denn eigentlich ein Buddelschiff ist, müssen wir das natürlich vorwegschicken. Ein Buddelschiff ist ein Schiff, das in eine Flasche („Buddel“) hineingebaut wurde. Wie das geht, dass auch große Schiffe durch den schmalen Flaschenhals gehen, das erklärt Jürgen Kubatz in seinem kleinen, privaten Buddelschiffmuseum. Statt fester Öffnungszeiten gibt es hier eine Türklingel. Wenn man Glück hat, ist er zu Hause und lässt einen in sein Wohnzimmer Museum eintreten.

Buddelschiff

Seit seiner Kindheit schon baut Herr Kubatz Modellschiffe. In der Jugend begann er mit dem Bau von Buddelschiffen. Je nach Bauart des Schiffes werden diese entweder vorgefertigt und mit einem Seil-Mechanismus an den Masten versehen, so dass sie sich flach klappen und mit einem Zug am Seil später wieder aufrichten lassen, oder aber die Schiffe werden in Einzelteilen vorbereitet und die Teile werden dann in der Flasche aneinandergefügt. Dazu hat sich Herr Kubatz eine ganze Reihe von Werkzeugen selbst hergestellt – lange, teilweise gebogene Drähte mit und ohne Griff, mit spitzen und stumpfen Enden.

Wie kommt das Schiff ins Buddelschiff?

Im Buddelschiffmuseum gibt es aber auch mehr als nur Erklärungen: Unsere Kinder durften selbst Hand mit anlegen und ein Schiff in der Buddel zu voller Größe „ziehen“. In den beiden Ausstellungsräumen gibt es allerhand verschiedene Buddelschiffe zu sehen. Man kann hier zwar nicht Stunden verbringen, aber ein interessantes und spannendes Unikat ist dieses „Museum“ allemal!

Ausflug auf den Bauernhof

Unsere Kinder lieben (wie bestimmt die meisten Kinder) Bauernhöfe. Wie praktisch, dass es ganz in der Nähe von Boltenhagen einen Milchbetrieb gibt, den man besichtigen kann. Auf dem Hof von Familie Mann sind Besucher nämlich gerne gesehen. Infotafeln erklären vieles zum Thema Kühe, Kälber und Milcherzeugung. Wer nach seinem Rundgang Lust auf einen vor Ort selbst gebackenen Kuchen und einen Kaffee hat, findet im Hofcafé und im Steinbecker Hofladen einen gemütlichen Platz. Im Hofladen gibt es viele Produkte aus eigener, regionaler und bäuerlicher Erzeugung, darunter Wurst und Fleisch aus eigener Produktion.

Weiße Wiek: Yacht- und Fischerhafen

In direkter Nähe zum Dorfhotel Boltenhagen und zum angrenzenden Iberotel liegt der kleine, aber bezaubernde Fischer- und Yachthafen „Weiße Wiek“. Hier kann man frische Fischbrötchen kaufen, im Fischrestaurant speisen oder einfach nur ein bisschen an den Fischerhütten und kleinen Fischkuttern entlang spazieren gehen. Auch Ausflugsboote starten hier, so kann man z.B. frühmorgens mit einem Fischer ausfahren und ihn beim Fischfang begleiten. Ein paar Meter weiter verbreiten die Segelboote im Yachthafen ein weltoffenes und zugleich maritimes Feeling.

Fischerhafen Weiße Wiek Boltenhagen

Tipp für einen Städte-Ausflug: Wismar

Wie ihr seht, gibt es in Boltenhagen selbst genug zu erleben, so dass man das Auto eigentlich stehen lassen könnte. Mit Leihfahrrädern ausgestattet fährt man gemütlich direkt hinter den Dünen auf der Strandpromenade entlang und erreicht so alles zwischen der Steilküste im Westen und der Weißen Wiek im Osten. Wer aber doch mal raus möchte, dem können wir einen Ausflug nach Wismar empfehlen.

Der Hansestadt merkt man auch heute noch ihre frühere Rolle als bedeutsame Hafenstadt an. Der alte Hafen ist inzwischen touristisch erschlossen und stellt mit Cafés und Backfisch-vom-Schiff-Verkauf einen schönen Platz zum Verweilen dar. Nicht minder schön ist aber die Altstadt von Wismar, die zusammen mit der Altstadt von Stralsund auf der Welterbeliste der UNESCO steht. Ob man nur am Marktplatz im Café sitzt oder in den umliegenden Straßen shoppen geht – die Stadt ist gemütlich und sehenswert.

Unser Fazit

Boltenhagen, wir kommen wieder! Der schöne, familienfreundliche Strand mit den dahinterliegenden kleinen Ferienhäusern hat es uns sehr angetan und die Fahrzeit ist für uns noch voll im grünen Bereich. Wie sieht es mit euch aus? Wart ihr schon einmal in Boltenhagen?

Offenlegung: Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit dem Ostseebad Boltenhagen und dem Dorfhotel Boltenhagen.

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