Ein Städtetrip mit Kindern. Das ist unmöglich, denken sicherlich nicht wenige von euch. Es ist anders, aber nicht unmöglich, ist unsere Antwort. Sicherlich kann man bei einem Städtetrip mit Kindern nicht erwarten, dass man sich morgens ganz ausführlich bei einem netten Hotelfrühstück stärkt und dann stundenlang shoppen geht, Museen besucht, kilometerweite Strecken zurücklegt und den Abend bei Kerzenschein ganz gemütlich in einem kleinen Restaurant ausklingen lässt. Aber das muss man ja vielleicht auch nicht, oder? Wir haben inzwischen eingesehen, dass man eine Städtereise mit Kindern anders gestalten muss als als Paar. Das hat unsere Städtereise nach Oldenburg vor ein paar Wochen erst wieder bewiesen. Wie wir unseren Städteurlaub mit Kindern möglichst stressfrei gestalten, erzählen wir euch gerne.

Tipps für Städtereisen mit Kindern:

  • Klasse statt Masse. Plant lieber weniger verschiedene Attraktionen oder Aktionen und nehmt euch dafür mehr Zeit für die einzelnen Punkte auf eurer To-Do-Liste.
  • Bleibt flexibel und geht auf die Wünsche eurer Kinder ein. Wenn auf dem Fußweg zwischen zwei Points of Interest ein Fluss entlangfliest oder gerade eine Pferdekutsche zurecht gemacht wird, kann es sein, dass ein Kind das viel interessanter findet als das Kindermuseum, zu dem ihr eigentlich wolltet. Rechnet deshalb von vornherein mit Verschiebungen der Zeitplanung und der Schwerpunkte.
  • Spielplätze und Grünanlagen gibt es in jeder Stadt. Ihr könnt vorab z.B. bei Spielplatznet oder Spielplatztreff recherchieren, welche Angebote es gibt. Aber bleibt auch hier flexibel, denn vielleicht ist der Brunnen auf dem Marktplatz oder die Schaukel im Garten des Cafés ja viel interessanter.
  • Die ideale Unterkunft gibt es so pauschal nicht. Je nach Budget und persönlichen Vorlieben, aber auch je nach dem Charakter eurer Kinder kann ein Hotel oder eine Ferienwohnung ideal sein. Als Faustregel würden wir sagen, dass eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus besonders mit sehr kleinen Kindern vorteilhaft ist, weil man mit der Zubereitung von Mahlzeiten und der freien Zeiteinteilung bessere Möglichkeiten hat. Im Hotel hingegen hat man weniger Arbeit z.B. mit dem Frühstück oder dem Saubermachen, muss sich da aber an das vorgegebene Zeitschema anpassen.
  • Museen, Ausstellungen und Stadführungen solltet ihr vermeiden, wenn es nicht gerade Angebote sind, die sich gezielt an Kinder richten und die von guten Kulturpädagogen entsprechend aufbereitet sind. Tickets am besten im Voraus buchen, damit die Wartezeit am Ticketschalter entfällt.
  • Lange Wegstrecken, die ihr früher immer zu Fuß abgelaufen seid, sollte man mit Kindern nicht unbedingt in Kauf nehmen. Natürlich ist da jedes Kind anders, aber schon nach wenigen Stunden ein schlappes Kind jammern zu hören „Ich kann aber nicht mehr laufen“, das ist unschön. Deshalb: Tageskarten für den öffentlichen Nahverkehr kaufen oder (bei kleinen Kindern) die Kinderkarre nicht vergessen. Wir haben mit einem Mitfahr-Brettchen (z.B. „Kiddyboard“) gute Erfahrungen gemacht: Die Tochter sitzt in der Karre und der große Bruder kann sich hinten mit draufstellen, wenn er mal eine Laufpause braucht.
  • Viele Pausen tun nicht nur den Kindern gut, sondern auch euch. Im Sommer ist ein Picknick im Park oder auf einem öffentlichen Platz ideal, in den kälteren Jahreszeiten lohnt es sich, nach schönen kinderfreundlichen Cafés Ausschau zu halten. Viele Cafés haben schöne Spielecken, aus denen man seine Kinder kaum wieder heraus bekommt – das schafft genug Zeit, eine Kaffeespezialität ganz in Ruhe wegzuschlürfen.
  • Neue Perspektiven entdecken: Eure Kinder haben eine Kinderkamera? Oder sie dürfen sie mal euren Fotoapparat ausleihen? Prima. Lasst eure Kinder festhalten, was sie schön, interessant, merkwürdig oder lustig finden. Das zeigt auch euch von der besuchten Stadt neue Seiten, die ihr sonst vielleicht gar nicht entdeckt hättet.
  • Richtig bevorratet zu sein, macht die Dinge einfacher. Getränke, kleine Snacks, bei Babys Wickelzeug und bei wagemutigen Kindern Pflaster oder ein Erste-Hilfe-Set sollten im Rucksack vorgehalten werden. Der große Durst und der plötzliche Hunger kommen nämlich immer genau dann, wenn gerade kein Kiosk, Supermarkt oder Café in der Nähe ist.

Welche Erfahrungen haben ihr bei Städtereisen mit Kindern gemacht? Hat es geklappt oder wart ihr am Ende alle nur genervt? Habt ihr noch weitere Tipps für uns, wie man eine Städtereise mit Kindern gestalten kann?

1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort

  • Ganz tolle und hilfreiche Tipps, vielen Dank dafür. Wir möchten auch gerne in Zukunft unsere erste Städtereise mit Kind machen und sind daher für jeglichen Tipp dankbar, damit es für alle am Ende ein tolles Erlebnis bleibt.

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